kleine Nelkenrevolution für Mme Flamusse

Und natürlich haben wir Nelken im Garten. Heute in der Morgensonne fotografiert. 🙂

Die rote Landnelke ist weltweit ein Symbol für den Sozialismus. Rote Nelken waren während der französischen Revolution ein Widerstandssymbol der Adeligen, die mit der Guillotine hingerichtet wurden. Dieses Symbol wurde 1889 auf dem internationalen Sozialistenkongress in Paris durch die Anhänger der Arbeiterbewegung aufgegriffen, indem sie die rote Nelke im Knopfloch zu ihrem Erkennungssymbol machten. In Deutschland, vor allem in der DDR, war die rote Nelke ein Erkennungszeichen, das etwa zu feierlichen Anlässen am Revers getragen wurden. Aus diesem Grund war es im Westen Deutschlands in eher konservativ geprägten Familien nicht gern gesehen, wenn ein zukünftiger Schwiegersohn den Eltern seiner Freundin einen Strauß roter Nelken mitbrachte.     (geklaut bei Wikipedia)

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Ich wünsche allseits ein schönes, sonniges, freies (!) Wochenende!

52 pics (8/2013)

Ich denke schon einige Zeit darüber nach, welches Bild ich für das Thema mein Hobby machen könnte. Eigentlich müsste es lauten „mein allerliebstes Hobby“ wenn es nur eines sein dürfte, oder es gäbe eine Collage. Denn ich mache so viele Sachen gern.

Da ich letzte Woche bei strahlendem Sonnenschein auf unserem Beet war hier nun ein Erntebild. Denn Gartenarbeit gehört mit Sicherheit zu meinen Hobbies.

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Die dunkle Seite des saisonalen Gemüses

Genauso hat es ein Freund von mir vor einigen Tagen genannt und er hat Recht! Du pflanzt an und hegst und pflegst um dann von einem auf den nächsten Tag mit tsunaminösen Mengen an Gemüse (oder Obst) zugeschüttet zu werden.

Das ganze Jahr denkst Du „… ach, wenn erst wieder Kürbis-Zeit ist … :-)“ und plötzlich kommen sie aus alles Ecken und Enden gewachsen und gesprossen. Nachts wachsen sie bis an Deine Balkontür, wäre die offen vielleicht sogar bis ins Wohnzimmer. Mehr als Du essen und fast schon mehr als Du verschenken kannst!

Und mal ganz ehrlich: wenn ich das Wort EINKOCHEN höre schießen mir sofort Bilder in den Kopf! Zum Beispiel der Keller meiner Großtante Hedwig (Gott hab sie selig). Die alte Dame starb und hinterließ einen Kellerraum mit Eingemachtem das mengenmäßig gereicht hätte um die komplette Sahelzone einen Monat mit Kürbis süß-sauer und Schattenmorellen durchzufüttern. Da konnte man nicht nur sehen was letztes und vorletztes Gartenjahr so los war, man konnte das in Zeiträumen von Jahrzehnten eruieren. Und wer will das schon! Eingelegtes wird ja durch jahre-/jahrzehntelanges Aufbewahren nicht besser. Außerdem sieht es ab einer gewissen Zeit unapetittlich aus. Eher so nach Horrorkabinett, nach Gunther von Hagen stellt aus oder ich weiß was Du im Sommer 1999 eingemacht hast, …

Und nun? Tja,  ich habe die nächsten Tage viel vor und fahre am Sonntag in Urlaub! Soweit so gut! … Und natürlich hängen jetzt die Tomatensträuche (die sich lange Zeit erfolgreich gegen jegliche Farbe die nicht grün ist wehrten) voll mit kiloweise roten Paradeisern.

Deshalb musste ich heute mal kurzerhand Tomatensoße einkochen! Lecker! Ich liebe Pasta mit Tomatensoße. Deshalb werden die Gläser mit Sicherheit nicht bei mir Überwintern, geschweige denn den nächsten Jahreswechsel überleben. 🙂

… und verschenkt wird auch keins! 😉

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Gemüseselbstversorgung – Gartenguerilla

Die letzten 2 Tage habe ich am Beet nochmal richtig Gas gegeben! Nachdem es einige Zeit geregnet hat ist die Erde jetzt nicht mehr steinhart und lässt sich besser bearbeiten. Ich habe Unkraut und Verwelktes entfernt. Ebenso den geschossenen Radieschen-Wald (gut zu wissen, Radieschen blühen total schön!). Leider sind unsere Spitzkohl-Köpfe dem Feldhasen (er wird verdächtigt solange es keinen anderen potentiell Schuldigen gibt) zum Opfer gefallen. Sie wurden angenagt (alle 3!!!) und fingen an zu gammeln. Ärgerlich! Ebenso wurden die Mairübchen entfernt. Die letzten die ich geerntet habe waren schon sehr holzig. Die geschossenen Broccoli kann keiner mehr essen, sie wurden allerdings stehen gelassen weil sie schön blühen und insektenmäßig dort die Hölle los ist. Bienen stehen total auf Broccoli-Blüten! Gut zu wissen. Quasi der place to bee! 😉

Neu hinzu kamen ein paar Salate (hoffentlich mag die Meister Lampe nicht) und ein paar Pastinaken (auch wenn es dafür schon zu spät ist). Die Tomaten sind im Freiland nicht eingegangen (trotz reichlich Regen) sind aber auch nicht großartig gewachsen. Die Früchte schmecken super.

Unsere einzige Maisstaude ist auch gekappt. Haben Feldhasen Messer? Oder fiel die einem Schamanen-Brauch zum Opfer?

Der Blumenkohl sieht super aus und scheint sich in direkter Nachbarschaft zur Zucchini recht wohl zu fühlen und die Kürbisse wachsen auch gut.  Rote Beete sind die letzten jetzt geerntet. Oli kocht sie heute ein – ich freu mich aufs Probieren und bin gespannt.

Unser Beet ist deutlich das Gepflegteste und Bestgenutzte von allen. Ich bin überrascht, dass andere der Natur auf ihrem Acker freien Lauf lassen und vor allem, dass sie ihre Früchte nicht ernten. Da stehen teils immernoch Kohlrabi rum und wachsen / holzen vor sich hin. Ich begreife nicht ganz, was andere Menschen antreibt sich so ein Beet zuzulegen. Ich habe bei meinen Beet-Besuchen auch selten andere Leute zu Gesicht bekommen (was allerdings auch an meinen Zeiten liegen mag – hier sind Schichtdienstler ganz klar im Vorteil). Somit haben sich auch leider keine Gespräche ergeben.

Wir haben einen kleinen Weg auf dem Beet eingebaut, damit man bis ganz nach hinten laufen kann ohne ständig über was drüber steigen zu müssen. Er ist natürlich nicht schnurgerade wie eine Garten-Autobahn sondern verschlungen und verzickzackt wie sich das für echte Anarchisten und Guerilleros gehört. 🙂

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Wer seine Tomaten liebt, der schiebt …

… sie in die Sonne! Zu diesem Zweck haben meine Pflanzgefäße rollende Untersetzer. Die große Pflanze rollt auf einem Möbelroller am komfortabelsten. Da ich eine Südterrasse habe bekommen sie ohnehin schon ordentlich Licht. Morgens von links und abends von rechts. Um die letzten Strahlen auszunutzen schiebe ich sie gen Abend gern etwas von der Wand weg. Damit sie bei voller Dröhnung schön Farbe kriegen.

Apropos: ich bin mir nicht sicher ob ich dies Jahr nur grüne Sorten gepflanzt habe, denn es ist bislang nirgendwo ein rotes Fleckchen oder ein Hauch von rotem Schimmer zu sehen. 😦 Habt Ihr schon rotes Gemüse aus eigenem Anbau?

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Zurück aus dem Urlaub – ab ins Beet (Erntehelfereinsatz 3.1)

Nach zwei schönen Bretagne-Urlaub-Wochen war ich gestern am Beet und staunte nicht schlecht. Im Urlaub dachte ich schon öfter mal daran, wie es zu Hause wohl wächst und gedeiht. Zurück aus der Sonne wurde mir von miesem Wetter mit Regen und sommerlichen 12°C berichtet! Huiiii … „Sommer ist was in Deinem Kopf passiert!“ … n‘ est-ce pas?

Also ging es gestern daran die Arbeit der Kollegen zu bewundern und den (nie-endenden) Kampf gegen das Unkraut (scheiß auf harmonische „Beikraut“ Nennungen) den Kampf anzusagen. Desweiteren kann mittlerweile ordentlich geerntet werden. Salate, Fenchel und Kohlrabi sind stattlich und warten auf Weiterverarbeitung. Aus der Nachzucht wurden noch ein paar Salate neu eingepflanzt und wir haben uns Gedanken gemacht, was noch gepflanzt werden kann. Endivien, Feldsalat und andere spätere Sorten sind im Gespräch.Bild

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Pflanzplan

So siehts auf dem Saisonbeet aus. Diesen Samstag werde ich auf dem Markt noch ein paar Pflanzen dazukaufen um die leeren Reihen zu füllen.  Ich hoffe das Wetter wird bald etwas wärmer und trockener, sonst kann ich gleich den Grünkohl setzen.

Beet Kultur

1 Kartoffeln, Kartoffeln

2 Bohnen / Kohlrabi

3 Wirsing + Brokkoli / Zuckererbsen

4 Rot- + Weißkohl / Bohnen

5 Herbstrübe / Ringelblume

6 Petersilie / Radieschen, Radieschen, Radieschen

7 frei frei

8 Zwiebeln, Zwiebeln, Zwiebeln

9 Lauch / Schwarzwurzel

10 Salat / Pflücksalat

11 Fenchel + Sellerie / Pastinaken

12 Möhren, Möhren, Möhren

13 Möhren / Rote Beete, Rote Beete

14 Mangold frei

15 frei / Bohnen rot

16 Mais, Mais, Mais, Mais Sorten: Capidon Lech BV Melissa/Marathon Ambrosia Integro/Toughma Caruso Golden Ball Calendula off. orange

Petersilienwurzel / Schnittpetersilie Rudi Rudi gesteckt Hybound/Bajosta Rami Jolito/Soliflore TIll Eichblatt / Red Salad Boul Orion/Prinz Aromata Milan Milan Rodelika Rodelika

 Rote Kugel / Robuschka Rote Kugel / Robuschka Glatter Silber Blauhilde Stangenbohne

3 Saat Anfang Juni

2 Saat 16.5.

Erntehelfereinsatz 1.2

Nachdem wir vor 5 Tagen den ersten Einsatz am Beet / auf dem Acker hatten folgte heute ein weiterer Arbeitstag. Eine kurze Regenpause nutzend fuhren wir (heute auch wieder zu zweit) nach Ober-Ramstadt um zu schauen ob unsere Arbeit Früchte trägt. Am ersten Tag waren wir überrascht ob der Menge an Löwenzahn und Klee, die ungeachtet der Pflanzreihen überall wächst. Aus Unwissenheit wie denn die gepflanzten Gemüsesorten aussehen einigten wir uns auf die Entfernung gut erkennbarer Nicht-Nutzpflanzen wie Löwenzahn (hoher Wiedererkennungswert) und Klee (schwieriger – mit Kohlrabi u.ä. verwechselbar). Und heute waren wir begeistert, dass weit weniger Unkraut nachgewachsen ist als gedacht. Die ersten zwei Stunden haben sich gelohnt.

Heute beschränkten wir uns darauf, die Erde zwischen den Pflanzen etwas aufzulockern und ein paar Büschel  die nicht in Reihe saßen zu entfernen. Es wird, es wird! … 🙂

Erntehelferkörbchen

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Tag eins mit viel Unkraut und wenig Gemüse

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beim nächsten Besuch deutlich ordentlicher

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dann wurde aufgelockert

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und schon kann man die „Guten“ erkennen

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Jetzt gehts gleich auf zum Spätdienst und ich muss sagen, bei einem körperlich anstrengendem Job macht es durchaus Sinn sich körperlich nicht-anstrengende Hobbies zu suchen. Ackerbau / Gartenarbeit zähle ich hier nicht zu den unanstrengendsten Tätigkeiten. In der nächsten Saison versuche ich es vielleicht doch mit Schach oder Computerspielen. … Aber da wird man nicht satt von! …

Erntehelfer-Einsatz 1.1

Ich bin fix und fertig und habe Rücken! Der wohlverdiente Nachtdienst-schlaf wurde heute also aus gutem Grund abgekürzt um im Saisonbeet zu arbeiten. Steffi und ich arbeiteten 2 Stunden lang mit Hacke und Händen um Unmengen an Unkraut / sorry: Beikraut zu entfernen. Hätte es ein 80qm Löwenzahnacker sein sollen wären wir schon ganz vorne mit dabei gewesen. Aaaaber, es gibt ja viele viel leckerere Sorten Gemüse als Löwenzahn. Radieschen, Kopfsalat und ein paar andere Sachen kann man schon erkennen. Beim Rest erkennt nur der Geübte den Unterschied zwischen Wildwuchs und Köstlichkeit. Uns „Stadtkindern“ sind diverse Sorten nur als Endprodukt bekannt. So kenne ich Rote Beete auch eigentlich nur gekocht und eingeschweißt, vielleicht noch als frische Knolle, aber das Grün drumherum – … ????? Also gab es heute ein klares Feindbild: Löwenzahn, Klee und Disteln! Die erkennt man und die will keiner! Das muss fürs erste reichen. Bei allen anderen Sachen hoffe ich mit zunehmendem Wachstum erkennt man die Guten Sachen besser. Letztes Jahr hat sich wohl jemand dort alle Schwarzwurzeln gerupft, weil er sie nicht als was Essbares erkannt hat.

Fotos würde ich hier gern jetzt posten, muss aber gleich zum Dienst. Also werden sie morgen nachgereicht … zwischen all den Terminen, die man sich immer auf den ersten Nach-Nachtdienst-Tag legt um nicht einzuschlafen.