Die Gehpausenfee

Egal wann ich mich aus dem Haus schleiche um Laufen zu gehen, ich schaff es nicht allein! Immer werde ich begleitet von meinen treuen Gefährten dem Schweinehund (der mich versucht zu überzeugen, auf der Couch zu liegen sei eine prima Alternative) und der Gehpausenfee. Diese schwebt neben mir und schleicht sich von hinten rechts in mein Blickfeld sobald es wieder mal bergauf geht. Dann neigt sich der Winkel der Welt und die hügelige Landschaft verwandelt sich in einen Eiger-Nordwand-Anstieg. Sie blickt auf mich mit gefalteten Händen, süffisanten Lächeln und zwinkert mir zu, die bitch! Ich versuche meine entgleisten Gesichtszüge unter Kontrolle zu bringen und sie zu ignorieren. Sie hat dieses oberlehrerinnenhafte Lächeln, das Dir sagt a) das schaffst Du eh nicht, b) das hab ich Dir gleich gesagt und c) immer wenn ich Dich sehe denke ich an ein Nilpferd im Tutu! Sie quält mich mit statistischen Zahlen wie der Anzahl von Kaltblütern beim Springreitturnier, an wievielen Tagen des Jahres ich bisher NICHT gelaufen bin und was ich stattdessen im TV gesehen und dabei gegessen habe. Und sie kann sich an die peinlichsten Sendungen erinnern um mich zu kompromittieren!

Mein Erfolg ist es, dass ich trotzdem Laufen gehe. Ich lasse mich nicht unterkriegen! Weder von Laufpausen, noch von den Daten die mir die Pulsuhr nach dem Lauf verrät. Ungeachtet dessen wie fit ich mal war ist jeder Lauf ein Erfolg!

Kiss my Karma!

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Die Diskrepanz zwischen Läuferhirn und Läuferkörper

Irgendwas ist immer: entweder es fehlt die Motivation oder die Bänder machen nicht mit. Dann halten alle Bänder wieder aber die Kondition ist hinüber. So eben auch jetzt nach 8 Wochen Laufpause.

Nachdem ich letzte Woche die lauffreie Zeit für beendet erklärt habe startete ich heute wieder zu meiner üblichen 8km Runde durch den Wald. Das Hirn sagt: „Jaaa, lauf los! Gib Schub Rakete!“ und der Körper sagt nach anderthalb Kilometern „Hey Freundchen, Laufen ja, aber nicht in diesem Tempo!“. Und weil ich mir nicht nach 3km die Lunge aus dem Hals husten wollte musste ich wohl oder übel einen Gang zurückschalten. Da hier im vorderen Odenwald weit und breit keine flache Strecke zu finden ist und sich die 15% Steigungen anfühlten wie die Eiger Nordwand, waren (zahlreiche) Gehpausen angesagt, vor allem auf den Steigungen.  Boah, das macht Spaß wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt! Diese Diskrepanz zwischen dem gewünschten Tempo und dem was machbar ist kann einen echt runterziehen! Schön ist anders! … Aber gut, ist halt so. Vor den Erfolg haben die Götter nunmal den Fleiß gestellt!

Deswegen: jetzt mal nicht jammern sondern Laufen! Und zwar regelmäßig und erst mal alleine. Also genaugenommen nicht ganz alleine sodern mitsamt Schweinehund und mentalem Gejammer!

Königin des Laufsports

Heute bin ich endlich mal wieder gelaufen. Zwar keine große Distanz und auch nicht schnell, aber der erste Lauf nach 2 Monaten Laufpause hat mich doch durchaus mit Freude erfüllt! Nachdem ich mir beim Skifahren im März das hintere Kreuzband gerissen hatte musste ich erstmal pausieren. Ich verspüre auch immernoch ein dezentes Zwicken wenn ich im Dienst meine 8 – 9 Stunden auf den Beinen bin. Aber heute hatte ich endgültig die Faxen dick und musste raus. Nach mehr als 2 Monaten ist jetzt auch mal gut! Ich kann mich ja nicht ewig einmotten. Und ich kann mein Umfeld nicht weiter vollquengeln.

Und ich muss sagen die Endorphine haben mich nicht enttäuscht. Nach 5 Kilometern war mir klar, ich bin die Königin des Laufsports (okay, eher des Behindertenlaufsports, aber immerhin!). 🙂 Bin wieder dabei, es läuft wieder!

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Yoga Wochenende

Yoga Wochenende

Auf gehts, der Kater ist verschifft und gut versorgt. Die Tasche ist gepackt. Ich kann vieles, aber mich klamottentechnisch zu beschränken fällt mir nicht leicht. Außerdem ist es ja auch kalt und da braucht man was Warmes.

Ich freu mich total auf das Event! Yoga von morgens bis abends in (ganz bestimmt) supernetter Runde!

Namaste … und allen ein schönes Wochenende!

Neue Ziele: Nikotin, Sport und BMI oder „to be as happy as Jabba the Hutt“

Moinsen,

es ist soweit! Ich habe mein (2007 gehabtes) Maximalgewicht wieder! Schock – Schwerenot! Wie konte das passieren? Muskuläre Probleme – und deshalb kurzzeitige bis längerfristige Laufpausen, … ein Mann der gut kochen kann, … Nikotin – altgeliebte Droge (und wenn Du denkst Du bist drüber weg und kannst einfach mal eine Rauchen – nööö, ich hör ja gleich wieder auf – Am Arsch die Räuber!) und einfach wenig Sportmotivation.

Dann diverse Sport-Wieder-Eingliederungsmaßnahmen … größtenteils erfolglos. Hohe Rückfallsquote zur Couch-potatoe. Zumal es keinen Spaß macht, wieder bei Null anzufangen. Wenn Du mal fit warst ist es einfach sooo frustrierend.  … Und war da nicht mal das Ziel den Halbmarathon unter 2:00 zu laufen? … Den Halb-was???

Ein hundsteures Rennrad gekauft und nie wirklich angefangen zu fahren. Ein oder zwei Ausflüge, auch mal etwas weiter. Aber irgendwie immer Nacken oder Arschweh oder beides danach. Jaaa klar, musste Dich dran gewöhnen, dat geht schon weg mit der Zeit, … ja, ne, is klar. Dat kommt aber gar nicht erst wenn ichs nicht fahre sondern dekorativ ins Schlafzimmer stelle und abends meine Klamotten drüberhänge.

Motivation? Motivation? Gibts da auch was von ratiopharm? Oder bei Amazon? Leute die sich für Nikotinentzug und Low-carb interessieren kaufen sich auch die Monatspackung Sportmotivation, … nur diese Woche mit 20% mehr Inhalt und doppelt payback-Punkten.

Und wo ist eigentlich meine Rumpfmuskulatur hinverschwunden? Die ging wohl denselben Weg wie die Bauchmuskeln. Wenn ich mich mal strecke knackt und knisrcht es (kann nicht gesund sein und sooo alt bin ich nun auch wieder nicht). Hängende Schultern und ein krummes Kreuz, den aurfrechten Gang einer Nacktschnecke. Na und? Ich glaube Jabba the Hutt war im Grunde seines Herzens ein sehr zufriedener … ähh … Außerirdischer!

Neee, was für ein Elend! Da muss was passieren! Den BMI von 24,9 lehne ich ab, ebenso die Kurzatmigkeit und die gespannten Nähte bei den Klamotten.

… to be continued …