Königin des Laufsports

Heute bin ich endlich mal wieder gelaufen. Zwar keine große Distanz und auch nicht schnell, aber der erste Lauf nach 2 Monaten Laufpause hat mich doch durchaus mit Freude erfüllt! Nachdem ich mir beim Skifahren im März das hintere Kreuzband gerissen hatte musste ich erstmal pausieren. Ich verspüre auch immernoch ein dezentes Zwicken wenn ich im Dienst meine 8 – 9 Stunden auf den Beinen bin. Aber heute hatte ich endgültig die Faxen dick und musste raus. Nach mehr als 2 Monaten ist jetzt auch mal gut! Ich kann mich ja nicht ewig einmotten. Und ich kann mein Umfeld nicht weiter vollquengeln.

Und ich muss sagen die Endorphine haben mich nicht enttäuscht. Nach 5 Kilometern war mir klar, ich bin die Königin des Laufsports (okay, eher des Behindertenlaufsports, aber immerhin!). 🙂 Bin wieder dabei, es läuft wieder!

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Der Vibrator aka das Ding oder auch Skuriles aus dem Kliniksalltag

11:30 auf einer internistischen Intensivstation irgendwo in Deutschland klingelt das Telefon. (PP: Pflegekraft, Fr.M: Angehörige)

PP: Station xy, … (Name des Krankenhauses), … (Name der Pflegekraft), guten Tag.

Fr.M (agressiver Grundton): Guten Tag, hier ist die Frau M aus …. Mein Mann ist vor 3 Wochen bei Ihnen gestorben und ich will jetzt seinen Vibrator zurück!

PP (ratlos): Ähhh … wie bitte?

Fr.M (lauter, aggressiver): Mein Mann ist tot und ich will seinen Brillator zurück.

PP: Entschuldigen Sie bitte FrauM, ich habe nicht genau verstanden um was es geht. Sie möchten WAS zurück?

Fr.M: Mein Mann hat vor 5 Monaten im … (anderes Krankenhaus in derselben Stadt) einen Debrillator bekommen. Jetzt ist er tot und ich will das Ding haben. Geht Sie gar nix an, ob ich das Ding gebrauchen kann oder nicht. Ich will das haben!

PP: Sie meinen einen Defibrillator?

Fr.M: Ja genau. Den will ich haben!

PP: Ähh, tut mir leid, den haben wir nicht. Der war doch implantiert, oder?

FrM: Ja, den hatte er reingesetzt bekommen. Und dann ist er gestorben. Jetzt wurde er verbrannt. Oder wollen Sie mir etwa sagen, Sie haben das Ding mitverbrannt?

PP: Also FrauM. WIR haben Ihren Mann nicht verbrannt. Da müssen Sie sich an den Bestatter wenden.

FrM: Ja haben Sie das Ding etwa verbrannt?

PP: Tut mir leid, das ist ein Missverständnis. WIR hier im Krankenhaus verbrennen nichts und niemanden. Sie müssen mit dem Bestatter sprechen.

FrM: Aber die Dinger werden doch vorher rausgenommen, oder?

PP: Ja, das stimmt, sowas wird vor der Feuerbestattung entfernt. Aber nicht vom Krankenhaus sondern vom Bestatter.

Fr.M: Ja und wo ist das Ding jetzt?

PP: Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Da müssen Sie sich an das Beerdigungsinstitut wenden.

FrM: Das ist ja unerhört! Wie kann denn so was sein?

PP: ???

FrM: Das schreib ich an die Bildzeitung

… Ich würde gern sagen das Gespräch entspringt meiner Phantasie aber leider leider trug sich das heute so zu! Ich hoffe der Bestatter hatte heute gute Nerven!

🙂

Ende

Wasserwoche in Deutschland – strange

Moinsen, ich melde mich zurück aus dem Urlaub in der Ägäis. Die Waschmaschine läuft, Post und Zeitungen sind fast komplett durchgelesen, fb und blogs überflogen. Morgen gehts wieder an die Arbeit, frisch und erholt.

Beim Durchsehen der blog-Beiträge die in den letzten Wochen gepostet wurden fiel mir eine Aktion von Gerolsteiner auf. Mehrere blogger schrieben darüber, an einer challenge teilzunehmen. Es geht darum Wasser zu trinken und man kann dabei Wasser gewinnen. So weit so gut. … Eigentlich!

Nun war ich gerade in der Türkei und in Griechenland und mir fielen dort die vielen Leute auf, die große Plastikbehälter mit Trinkwasser nach Hause schleppten. Ein 10-Liter-Kanister auf der Schulter und drei kleine Kinder im Schlepptau, damit würde ich nicht weit marschieren können. Dort gibt es (wie in vielen Bereichen der Welt) Großkonzerne, die tiefe Brunnen bauen um den Menschen dort (ihr eigenes) Wasser zu verkaufen. Sehr eindrucksvoll in diesem Zusammenhang der Film bottled Life. Nach wie vor bin ich der Meinung sauberes Trinkwasser sollte ein Menschenrecht sein und Firmen die mit Nahrungsmitteln spekulieren sind die größten Verbrecher! Ich weiß es zu schätzen, dass ich das Wasser aus meinem Wasserhahn bedenkenlos trinken kann und es ist total absurd, dass man hierzulande Toiletten mit Trinkwasser betreibt.

Und ebenso absurd empfinde ich eine Kampagne, die dazu aufruft mehr (in Plastik verpacktes) Wasser zu trinken. Aber das sind die Nachwirkungen eines Urlaubs …. das vergeht wieder, genau wieder der Chlorgeschmack im Mund nach dem Zähneputzen in der Türkei!  Ich werde die nächste Zeit mein Leitungswasser genießen und freue mich über jedes Kilo Gewicht, das ich nicht erst nach Hause schleppen muss.

Und sonst trinke ich einfach Chai! 🙂

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