Vom Glück eines Katzenbesitzers

Es ist so schön eine Katze zu haben, das Tier schnurrt Dich an, wirft sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen, kuschelt sich des nächtens in Deine Kniekehle,  … .

Leider gibt es auch die dunklen Seiten der Katze.

20:55: der Kater läuft mit erhobenem Kopf und stolzgeschwellter Brust durch die offene Terrassentür ins Wohnzimmer. Seit Maunzen hört sich dumpf an. Liegt daran, dass er eine kleine, grau-braune, nassgelutschte Maus im Maul trägt. Er verkündet lautstark von einem erfolgreichen Beutezug.  Die Maus zuckt noch. Folglich ist sie noch am Leben. Jetzt heißt es bloß nicht den Zeitpunkt verpassen, da die Maus (einmal vom Kater losgelassen) das Bewusstsein wiedererlangt und flüchtet. Der zeitliche Rahmen zwischen auf-dem-Teppich ablegen und der Flucht des Nagers unter den nächsten Schrank beträgt Millisekunden. Nun bin ich nicht erst seit gestern Dosenöffner eines Freigängers. Also habe ich das große Trinkglas vom schwedische Möbelhersteller griffbereit und stülpe es über den Nager bevor dieser die neugewonnene Freiheit nutzt. 

Geschafft! Jetzt kann ich durchatmen, der Kater schleicht ums Glas und freut sich übers (jetzt unser gemeinsames) Spielzeug! Er legt sich auf die Seite, stupst das Glas mit der Pfote an und maunzt vor Freude. Leider mache ich ihm einen Strich durch die Rechnung. Eine Geburtstagskarte mit Rex Gildo vorndrauf wird untergeschoben, ganz vorsichtig um die Füßchen der Maus nicht zu verletzen und es geht Richtung Tür. Nein, Kätzchen diesen Gang mache ich alleine!

Draußen vor der Haustür lasse ich die Maus ganz vorsichtig ins Gras gleiten in der Hoffnung, dass sie die Chance erkennt und in den Sonnenuntergang rennt! … Alles richtig gemacht! Lauf mein  kleiner pelziger Freund! 🙂

Aber dann … SchockSchwereNot … was macht das dumme Ding, sie rennt nicht durchs Gras in die Freiheit sondern rennt mir durch die Füße Richtung Haus. Bevor ich sie aufhalten kann rennt sie zur Gitterabdeckung des Kellerfensters und springt runter! Naaa toll!

21:05 ich muss bei Gift&Galle klingeln (die Nachbarn die ich am allerwenigsten leiden kann) und ihnen sagen, dass soeben eine Maus in suizidaler Absicht versucht in ihren Keller zu gelangen. Natürlich hat das zur Folge, dass man jetzt unterwegs ist die Maus zu fangen / zu töten. Denn „die vermehrn sich ja so rasend schnell“! … Ähh ja! Ich hatte nicht vom Mäusepärchen berichtet, sondern von einer allein. Zur Fortpflanzung brauchts immer 2! Aber seis drum, wenn sie das bis jetzt noch nicht verstanden hat, will ich der alten Nebelkrähe nicht das Rentenalter mit solchen Details versauen. 

Seufz! Sollte ich jemals wieder überlegen ob ich mir eine Katze zulege sollte ich unbedingt eine Positiv / Negativ Liste vorher anlegen. Eine vegetarische Katze wäre eine Option, eine ohne Jagdtrieb (bei Hunden gibts sowas – Hunde sind aber auch dumm und fressen Scheiße!), eine pazifistische Katze!  

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Ein Gedanke zu “Vom Glück eines Katzenbesitzers

  1. ich erinnere mich an ein Weihnachten, als die Katzen die Maus unterm Weihnachtsbaum fallen ließen und bei der anschließenden Jagd die Geschenke durch die Luft flogen 🙂

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