Auf der Suche nach Motivation

Ich weiß es genau: wenn ich Laufe geht es mir besser. Vor ein paar Jahren war ich ein sehr fleißiger Läufer. Nutzte midestens 3 mal die Woche meine freie Zeit um durch den Wald zu rennen. Gern allein, gern mit lauter Musik auf den Ohren. Bei Wind und Wetter. Alles zwische -10° und +30° war Lauftemperatur. Ich hatte trainierte Waden, einige Kilos weniger auf den Rippen, deutlich mehr Kondition, es fiel mir leicht auf Nikotin zu verzichten und ich wurde sogar recht ungehalten wenn ich mal ein paar Tage hintereinander nicht Laufen konnte.

Nun lacht die Waage wenn ich draufstehe, manchmal weint sie sogar. Ich kämpfe jedes mal, bevor ich die Laufsachen anziehe mit dem inneren Schweinehund als wärs ein Gladiatorenkampf im Circus Maximus.  Es hilft mir ungemein, mich zum Laufen zu verabreden. Ich bin aber auch wahnsinnig erleichtert wenn eine Verabredung mal platzt.  Wenn ich mich aufgerafft habe bin ich froh und glücklich. Daran erinnere ich mich nur leider nicht mehr, wenn ich das nächste mal meine Sachen anziehen will. Ich bin faul und kann mich nicht motivieren. 

Dazu kommt eine immer wiederkehrende Sehnenentzündung in den Unterschenkeln. Ich war schon bei mehreren Ärzten, Laufexperten, bin langsam gelaufen, bin Kurzstrecken gelaufen,  habe mir neue Laufschuhe gekauft, trage jetzt Einlagen, habe eine spezielles Laufanalyse gemacht … Im Moment habe ich keine Schmerzen, schaffe aber auch nur einen Lauf pro Woche. 

In einer halben Stunde werde ich abgeholt zum Laufen bei herrlichstem Wetter, ohne Stress. Und trotzdem hadere ich mit dem Schicksal, ob ich es nicht irgendwie noch absagen kann. Määähhh!

Ich wäre so gern wieder fit und motiviert und würde gern wieder Halbmarathon laufen, … 

Hat jemand eine Idee in welchem Tierheim sie meinen Schweinehund nehmen? Der ist aggressiv wie ein Pitbull auf Koks, besteht KEINEN Wesenstest der Welt und so groß wie ein Argentinosaurus (nur leider nicht ausgestorben).

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Ein Bild aus guten Zeiten. Vielleicht motiviert es ja!?!

Freizeitstress

Oh verdammter Freizeitstress! Heute bzw dieses Wochenende kollidiert aber auch alles! Zum Laufen verabredet / zum Grillen verabredet. Kaffee trinken in der Stadt, Wäsche waschen, Einkaufen, Salate zubereiten für morgen, den Garten auf Vordermann bringen, sich mal wieder richtig Zeit nehmen zum Yoga – nicht nur die 10min Einheiten. Die Samstagszeitung will gelesen werden, die vom Donnerstag aber auch noch. Ausschlafen ist sowieso nicht drin weil der Blockwart aus dem ersten Stock spätestens um 10:00 den Rasenmäher anwirft! Außerdem hab ich Kopf-und Rückenschmerzen nach der letzten Nacht. 

Ich muss schon sagen, mir gehts richtig gut! Ich habe Freunde die mich zum Grillen einladen, mit mir Kaffee trinken gehen wollen, ich habe einen Garten den ich auf Vordermann bringen kann, ich nehme mir immerhin 10min Zeit für Yoga (und das mehrmals pro Woche), ich kann mir Zeitungen leisten und Einkaufen gehen kann ich auch ohne mich größer einschränken zu müssen. Gegen Kopfschmerzen gibt es Schmerztabletten nur gegen den Nachbarn ist kein Kraut gewachsen. Aber wer so entspannt lebt der kann auch einen Nervnachbarn ertragen. 

Namaste! Euch allen ein schönes Wochenende

 

Yogatasche genäht

Vor einiger Zeit habe ich eine Tasche für meine Yogamatte genäht. Wie das eben so ist, man hat es fertig und weiß DANN wie es hätte besser werden können. So ist das halt wenn man ohne Anleitung arbeitet.
Mir schwebte eine Verbesserung der Tasche vor, insbesondere ohne sichtbare Innennähte! Also drüber gegrübelt, hingesetzt und besser gemacht! Diesmal ist sie eigentlich perfekt (eigentlich perfekt bedeutet, ich habe NOCH keinen Fehler entdeckt).
Ich habe mich sogar an Knopflöchern für das Band zum Zuziehen probiert … wenn ich es noch ein paar mal übe sind die bestimmt auch irgendwann gleichgroß. 😉

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Ich werde Kundalini-Yoga-Fan …

… nein, das wohl nicht. Aber die letzte Stunde war richtig gut! Wir hatten echt anspruchsvolle körperliche Übungen und eben auch „geistig Anspruchsvolles“. Sie hat mit uns über die Fastenzeit geredet, worauf sie in dieser Zeit verzichtet. Ich habe mir überlegt in diesem Jahr nicht nur den Alkohol, sondern auch die Süßigkeiten zu wegzulassen … wobei das bei diesem Frühlingswetter hart wird kein Eis in der Sonne zu essen.

Nach den Reaktionen auf meinen letzten Post muss ich jetzt mal eine Lanze brechen für Esoterisches und die Kraft der Gedanken. Ich mag am Yoga die Verbindung aus beidem. Erst strengst Du Dich richtig an, forderst Muskeln, die Du sonst nie gebrauchst und dann gehst Du auf eine Reise in Deinen eigenen Geist. Das Meditieren zum Schluss finde ich großartig. Letztes Mal haben wir uns an einen Ort gedacht, der nur allein uns gehört. Ich konnte sogar den Kiefernwaldboden riechen, das war toll! 

Meditieren allein wäre mir zu wenig. Ich kann mit einem guten Buch sehr gut zu Hause auf der Couch entspannen und das ist für mich der größte Gewinn an der Meditation, die Entspannung. Diese Termine einzuhalten ist für mich nicht immer einfach, vor allem wegen des Schichtdienstes. Wenn ich mir also die Zeit nehme will ich mehr davon als Entspannung und ein bischen Aura Streicheln. Es muss auch mit Anstrengung verbunden sein. Ich will nach einem halben Jahr merken, dass ich mit den Händen weiter runter komme als 6 Monate zuvor.

Ich merke, dass ich mich wohler fühle, wenn ich regelmäßig Yoga mache. Was nicht allein nur daran liegt, dass man sich die Übungszeit ganz allein für sich nimmt. Es ist die Konzentration, die Übung, das Abschalten. Ich versuche Yoga mindestens 4 mal die Woche auszuüben. Im VHS Kurs oder allein zu Hause. Weil es einfach gut tut!

Es geht weiter … 🙂

Namaste

Yoga ist nicht gleich Yoga

Nachdem mein erster Yoga-VHS-Kurs so ein Erfolg war meldete ich mich gleich zum nächsten an. Die Beschreibung war dürftig und weil kein spezieller Yoga Stil genannt wurde ging ich davon aus es handelt sich um Hatha-für-jedermann-Yoga.

Weit gefehlt! Der ersten Abend habe ich verpennt, den zweiten habe ich mitgenommen und war überrascht! Waren es am ersten Abend wohl gut 15 Teilnehmer kamen die Woche drauf lediglich 5 oder 6 zusammen. Es gab auch Diskussionen, dass die Kursleiterin leider nicht in der Lage sei die Kursgebühren zurückzuerstatten. Von den 2 Freunden die sich mit mir dort angemeldet haben ist eine schon gleich ausgestiegen, der andere nahm mit mir letztes mal teil und überlegt jetzt aufzuhören.

Schade! Es handelt sich um Kundalini-Yoga. Mir ist es auch zu esoterisch. Es ist okay, wenn meine Kursleitung mal ein Mantra singt – mein Fall ist das nicht! Ich mag am Yoga die körperlichen Übungen und die Meditationsübungen wenn ich den Kopf mal ausschalte und mich den Bildern hingebe, die mir das Unterbewusstsein (oder von mir aus irgendeine spirituelle Kraft) vor die innere Linse zaubert! Ich suche keine Erleuchtung. Ich möchte meinen Körper bearbeiten, nicht meinen Geist. Die körperlichen Übungen kommen mir jedoch leider viel zu kurz!

Heute findet der Kurs erneut statt und ich werde hingehen. Auch wenn ich mir nicht allzuviel davon erhoffe. Vielleicht entscheide ich heute nach dem Kurs ja auch, dass ich nächste Woche nicht mehr hingehe. Mal schauen.

Schade finde ich es vor allem für die Dame die den Kurs leitet. Für sie muss das unheimlich frustrierend sein. Warum beschreibt sie den Kurs nicht besser? Dann würden auch die Menschen hingehen, die sich dafür interessieren.

Ich sehe schon, meine Yoga-Reise hat gerade erst begonnen. 🙂

Namaste

Einfach mal was Schönes machen

Letztes Wochenende war ich in München. Hingefahren bin ich für eine Party. Hört sich ziemlich dekadent an (wenn man bedenkt, dass es immerhin eine Anfahrt von gut 400km ist). Da ich montags frei hatte haben wir noch einen Tag drangehängt und machten einen Ausflug zum Chiemsee. Schön wars da! Sonne satt, Wasser, leckeres Essen, gute Gesellschaft, … traumhaft!

Heute wollte ich eigentlich Geld verdienen. Ich brachte mein Rennrad (welches nahezu unbenutzt einfach nur rumsteht) zu einem Fahrradflohmarkt und gab meine Preisvorstellung ab. Dann hatte ich ein paar Stunden frei und konnte nachmittags entweder Geld oder  Rad wieder abholen. 

Im Internet hatte ich von einer Buchmesse in der Nähe gelesen und so fuhr ich dorthin und wurde enttäuscht. Das war nix! Das Beste an diesem event waren wohl die selbstgebackenen Kuchen. Von denen zu essen hätte ich mir aber höchstens leisten können wenn ich vorher mit dem Rennrad hingefahren wäre! 

Aber die Sonne schien ganz wunderbar und deshalb fuhr ich an den nahegelegenen Rhein und setzte mich in die Sonne. Es war so schön dort. Da wohnt man ganz in der Nähe und fährt nie hin. Natürlich hätte ich in der Zeit Wäsche waschen, Bügeln, Unterlagen sortieren, die Spülmaschine ausräumen, und viele andere unangenehme Dinge tun können. Aber warum nimmt man sich nicht einfach mal die Zeit sich an einem schönen Ort aufzuhalten / ein Eis zu essen / die Sonntagszeitung zu lesen. Am besten natürlich an einem Nicht-Sonntag. Als Schichtdienstler hat man ja den Vorzug auch an Wochentagen mal frei zu haben.

Das möchte ich in Zukunft öfter tun. Sich mal eine Auszeit nehmen / mal frei machen / sich NUR positiven Gedanken hingeben. Es tut nämlich gut! Nicht immer nur allem hinterherhetzen und niemals zufrieden sein mit dem was man erreicht hat.

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… und das Fahrrad kam auch wieder nach Hause. Vielleicht dreh ich morgen eine Runde damit!? 😉