hinschauen und nachfragen – eine Bitte

Gelesen, für gut befunden: schönen ersten Advent Euch allen!

Gedankensprünge

(Entschuldigung, der folgende Text klingt in Teilen pathetisch. Ich brüte jetzt schon eine Weile darüber und bekomme einfach keine bessere Formulierung hin, weil mir das Thema nahe geht und wichtig ist.)

Der November ist für mich der schlimmste Monat des Jahres. Nicht nur, dass es kalt, oft nass und dunkel ist und dass aus dem tollen Herbstbunt schmutziges Grau geworden ist, für mich liegen in dem Monat auch viele Daten, die traurige Erinnerungen heraufbeschwören. Im November hat mich in den letzten mehr als 10 Jahren die Depression fast immer mit voller Wucht erwischt und niedergedrückt.
Ich hab die letzten Wochen in diesem Jahr viel besser überstanden als in den vergangenen, weil ich schon vorher mit der entsprechenden Aufmerksamkeit den Monat verplant habe, mit Dingen, die mir gut tun und mich ausreichend beschäftigen und ablenken. Das kann ich – mittlerweile – weil ich mich und meine Depressionen ausreichend gut kenne und…

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Daniel Barenboim – ein ganz Großer

Ein ganz Großer nicht nur weil er mit seinem West-Eastern-Divan Orchestra Großes geleistet hat im Nahost-Gebiet. Er hat sich von gezogenen Grenzen nicht beeindrucken lassen und hat jüdische wie palästinensische Musiker zusammengebracht ( und syrische, ägyptische, libanesische, jordanische und spanische). Oft unter schwierigen Bedingungen. Es gab 2005 ein vielbeachtetes, großartiges Konzert in Ramallah. 

Ein Großer Mann, der mir heute bei der Großen Aufgabe des Aufräumens helfen soll. Mit dem „wohltemperierten Klavier von Bach“! Das habe ich bei you.tub leider nich gefunden. Aber dies:

 

Denn die Nase läuft, der Kopf ist zu aber die Bude sieht aus wie nach einem militärischen Anschlag!

Krank!

Geschafft! 4 Nächte gearbeitet (Scheißnächte, by the way) und jetzt werde ich krank! Der Hals kratzt, die Nase läuft, die Stirnhöhlen sind wegen Überfüllung geschlossen und die Ohren tun weh! …. Wann zum Teufel hatte ich denn zum letzten Mal Ohrenschmerzen? Ich dachte Mittelohrentzündung ist eine Kinderkrankheit. Zumindest hatte ich sie seit Kindertagen nicht mehr. Ich lehne das ab!

Jetzt hab ich frei bis Montag und werde wohl erst mal richtig krank werden. Na toll! Ich werde ganz oft nach dem Nachtdienst krank. Das hat bestimmt mit dem Schlafdefizit zu tun und weil ND so viel Energie kostet. Ich habe das Gefühl ich habe im Durchschnitt 10 Energiepunkte pro Tag zur Verfügung und Nachtdienst verschlingt 11 Punkte pro gearbeitete Nacht. Und schwups: biste krank! Lehne ich auch ab!

Na dann gute Nacht! 😦

Was sagen?

Was sagt man zu jemandem der alkoholisiert mit über 4 Promill im 7ten Monat schwanger ins Krankenhaus eingeliefert wird? Wir reden hier von 4 Promill  aber wach und ansprechbar! 

Was sagt man zu jemandem? Irgendwie ist man bewegt, erschüttert, traurig, wütend und noch so vieles mehr. Wie kann die Frau dem Ungeborenen von vornherein das Leben versauen?! Warum wird jemand schwanger, der so grob fahrlässig mit sich und seiner Umwelt umgeht? 

Ist ein solches Kind ein Wunschkind? Steckt ein suizidaler Gedanke hinter dem Trinken? … wohl eher nicht, da es mehrmals pro Woche / Monat vorkommt! 

Ich bin sprachlos. Ich weiß nicht was ich der Person sagen möchte? Welche Worte ich wählen könnte um auszudrücken was ich denke, um wachzurütteln, um den gesunden Menschenverstand zu wecken. Um vielleicht zu verstehen was mir so unbegreiflich scheint. 

schöne Begegnungen

Noch schnell eine Geschichte von letzter Woche.

Ich bin jemand, der kein Problem damit hat Anhalter mitzunehmen. Natürlich hängt das vom Eindruck ab, den jemand erweckt wenn er da an der Straße steht, man lädt sich ja nicht alles ins Auto!

Als ich letzte Woche abds so gegen 19:00 durchs Nachbardorf fuhr stand also eine Dame am Straßenrand und hielt den Daumen hoch. Ich hielt an und sie stieg ein. Sie erzählte sie habe den Bus verpasst und sie wohne genau gegenüber der Bushaltestelle. Nur weil sie noch einen Schluck Gerstenkaffee getrunken habe! Sofort erinnerte ich mich an sie, ich hatte sie bereits einmal mitgenommen. Also sagte ich „na das passiert Ihnen ja nicht zum ersten mal!“ Und sie erkannte mich auch.

Es entstand ein angenehmes Gespräch und sie wollte mich direkt mitnehmen zu dem Konzert zu dem sie fuhr, ich war aber schon anderswie verplant. Sonst hätte ich ernsthaft drüber nachgedacht.

Die Dame ist schätzungsweise zwischen 50 und 65 Jahre alt, wirkt dezent verpeilt, ist etwas eigenwillig gekleidet, hat eine Touch von Catweezle und hat ganz bestimmt in den 70ern ein ausschweifendes Leben geführt. Sie trägt einen Duft der mit Mottenkugeln oder Räucherstäbchen zusammenhängen könnte und hat bestimmt früher mit bewusstsenserweiternden Substanzen hantiert! Die war von 30 Jahren ein ganz wildes Ding! Und ist jetzt eine außergewöhnliche und lustige Dame. Toll!

Und wenn ich sie wieder an der Straße sehe nehme ich sie wieder ein Stück mit!

Neue Werke

Weil ich nichts poste heisst das nicht ich sei faul! Zum Nachholen ein paar Bilder:

ein Paar Zopfmustersocken für eine Freundin:

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Rucola-Pesto aus dem eigenen Garten (das Glas ist aber mittlerweile leer):

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ein Paar Ringelsocken, für eine andere Freundin:

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uuuuund …

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mein erster Börek! Aishe hat Börek gemacht! 😀 Ich bin total stolz!

Leider hab ich kein Bild davon als er angeschnitten wurde. Aber man sagte mir er sei lecker gewesen!

Morgen gehts erst mal hinaus in die weite Welt, … naja. Es geht nach Essen! Zum Kongress mit einer lieben Kollegin und ich freu mich drauf! Input! Input! Input! 🙂

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

52 pics (10/2013)

Heute ein Bild zum Thema „gar nicht schön„. Es zeigt ein Vogelnest am Boden unter einem Baum. Es ist ein trauriger Anblick zum einen weil es am Boden liegt, zum anderen weil sich das Vogel-Elternpaar beim Nestbau nicht auf Naturmaterialien beschränkt hat. Bei genauer Betrachtung sieht man diverse Plastikschnipsel, die mit verarbeitet wurden.  Dislike!

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Liberale Synagoge Darmstadt

Im Zuge der Geschehnisse der Reichskristallnacht am 9.11.1938 brannte auch die liberale Synagoge in Darmstadt aus. Ein schönes Gebäude. Alles wurde niedergebrannt. Die Feuerwehr war vor Ort und tat nichts. Die Menschen standen herum und schauten zu.

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Nicht nachzuvollziehen und doch so gegenwärtig. Man weiß was passierte und kann es doch nicht begreifen. Wie kann es soweit kommen? Wie böse ist der Mensch? Wie hätte man selbst gehandelt?

Bezogen auf heute: wie handelt man selbst? Trägt man Kleidung für die indische Näherinnen mit dem Leben zahlen müssen? Isst man Fleisch von gequälten geschundenen Kreaturen, die keinem was getan haben? Welche Schuhgröße hat mein Co2-Fußabdruck? Wie gehe ich mit anderen um? Wie behandele ich meine Mitmenschen? Auch: wie behandele ich mich selbst?

Die Synagoge ist übrigens heute wieder zu besichtigen, zumindest ein Teil der Grundmauern. Interessante Geschichte beim Neubau eines Darmstädter Krankenhauses.

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Nachzulesen hier:

http://www.liberalesynagoge-darmstadt.de/page16.php

52 pics (9/2013) oder auch Yogakurs die Zweite

Gestern war der zweite Termin des neubegonnenen Yogakurses und ich bin begeistert. Es gefällt mir richtig gut und es tut total gut. Ich als Rückenleider hätte sowas schon viel früher machen sollen. Wobei die Rückentrainings-Kurse bei der TU auch super sind. Es geht mir soviel besser, wenn ich regelmäßig was für meine Wirbelsäule tu. Zumal die Anforderungen meines Jobs nicht zu schaffen sind, wenn man rückentechnisch nicht fit ist.

Etwas frustran ist die unterschiedliche Beweglichkeit der Menschen im allgemeinen, im genaueren zwischen der Yogalehrerin und mir. Ich sollte eine leichte Dehnung im rückseitigen Oberschenkel aufbauen, bei ihr sieht das supereinfach aus, ich versuche es nachzuahmen und erreiche noch nicht mal die Hälfte des Bewegungsradius. Ich strenge mich an, schwitze und dann kommt sie ausgerechnet zu mir um meine Haltung zu korrigieren. Dabei war ich schon am Limit. Ein Großteil meiner Aufmerksamkeit richtete sich in Richtung eines ganz lauten „Piiiiing“ welches bestimmt zu hören gewesen wäre wenn meine Sehnen und Muskeln gerissen wären.  Sie sah es ein und es war okay. Ist ja auch die erste Stunde und ich war nie beim chinesischen Staatszirkus. Dat wird noch! … Hoffentlich.

Nun zum „Fundstück“ der Woche (pic 9/2013). Gestern Abend erzählte ich einer lieben Freundin von einem Schnellhefter mit Strickmustervorlagen, den ich habe. Zu Hause angekommen habe ich diesen gesucht und einen anderen gefunden. Nämlich die Unterlagen eines Arztes, der mich mal wegen meiner Wirbelsäule untersucht hat. Die Bilder sind 10 Jahre (minimum) alt, also wird es heute eher noch schlimmer sein, aber eindrucksvoll finde ich diese auch schon:

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Namaste,  wir sehen uns im Gipsbett oder in der REHA 😉