Gemüseselbstversorgung – Gartenguerilla

Die letzten 2 Tage habe ich am Beet nochmal richtig Gas gegeben! Nachdem es einige Zeit geregnet hat ist die Erde jetzt nicht mehr steinhart und lässt sich besser bearbeiten. Ich habe Unkraut und Verwelktes entfernt. Ebenso den geschossenen Radieschen-Wald (gut zu wissen, Radieschen blühen total schön!). Leider sind unsere Spitzkohl-Köpfe dem Feldhasen (er wird verdächtigt solange es keinen anderen potentiell Schuldigen gibt) zum Opfer gefallen. Sie wurden angenagt (alle 3!!!) und fingen an zu gammeln. Ärgerlich! Ebenso wurden die Mairübchen entfernt. Die letzten die ich geerntet habe waren schon sehr holzig. Die geschossenen Broccoli kann keiner mehr essen, sie wurden allerdings stehen gelassen weil sie schön blühen und insektenmäßig dort die Hölle los ist. Bienen stehen total auf Broccoli-Blüten! Gut zu wissen. Quasi der place to bee! 😉

Neu hinzu kamen ein paar Salate (hoffentlich mag die Meister Lampe nicht) und ein paar Pastinaken (auch wenn es dafür schon zu spät ist). Die Tomaten sind im Freiland nicht eingegangen (trotz reichlich Regen) sind aber auch nicht großartig gewachsen. Die Früchte schmecken super.

Unsere einzige Maisstaude ist auch gekappt. Haben Feldhasen Messer? Oder fiel die einem Schamanen-Brauch zum Opfer?

Der Blumenkohl sieht super aus und scheint sich in direkter Nachbarschaft zur Zucchini recht wohl zu fühlen und die Kürbisse wachsen auch gut.  Rote Beete sind die letzten jetzt geerntet. Oli kocht sie heute ein – ich freu mich aufs Probieren und bin gespannt.

Unser Beet ist deutlich das Gepflegteste und Bestgenutzte von allen. Ich bin überrascht, dass andere der Natur auf ihrem Acker freien Lauf lassen und vor allem, dass sie ihre Früchte nicht ernten. Da stehen teils immernoch Kohlrabi rum und wachsen / holzen vor sich hin. Ich begreife nicht ganz, was andere Menschen antreibt sich so ein Beet zuzulegen. Ich habe bei meinen Beet-Besuchen auch selten andere Leute zu Gesicht bekommen (was allerdings auch an meinen Zeiten liegen mag – hier sind Schichtdienstler ganz klar im Vorteil). Somit haben sich auch leider keine Gespräche ergeben.

Wir haben einen kleinen Weg auf dem Beet eingebaut, damit man bis ganz nach hinten laufen kann ohne ständig über was drüber steigen zu müssen. Er ist natürlich nicht schnurgerade wie eine Garten-Autobahn sondern verschlungen und verzickzackt wie sich das für echte Anarchisten und Guerilleros gehört. 🙂

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